Die Anzahl der neuen Fernsehsendungen, die in der Zeitspanne zwischen dem 1. September 2001 und dem 31. Mai 2002 in aller Welt auf den Bildschirm gebracht wurden, hat um 35 Prozent zugenommen. Insgesamt wurden 1.117 neue Sendungen gezählt, während es in derselben Zeitspanne des Vorjahres noch 824 gewesen waren. Die Dauer der neuen Sendungen stieg um acht Prozent. Diese Daten ergibt eine von den Instituten Mediametrie, IMCA und NOTA Ende der Woche veröffentlichte Studie.Großbritannien vor den Niederlanden und Frankreich In der Rangliste führt laut Studie Großbritannien mit 232 neuen Sendungen, gefolgt von den Niederlanden (190), Frankreich (185) und Deutschland (150). Als Ursache für diese bedeutende Zunahme von TV-Produktionen nennt die Studie vor allem die große Konkurrenz im Fernsehsektor. "Um neue Zuschauer zu erobern oder die alten zu behalten, produzieren die TV-Anstalten immer wieder neue Sendungen", so die Studie. Unterhaltungs- und Fach-Sendungen Es handelt sich dabei vor allem um Unterhaltungssendungen (Quiz, Shows, Entertainment), sowie um Fach-Sendungen" (Magazine, Dokumentationen). Diese Sendungen werden laut Studie in Zeiten schwacher Konjunkturentwicklung bevorzugt, da sie kostengünstiger als fiktionale Produktionen seien. Auch die Serien und mehrteiligen Fernsehfilme stellen einen bedeutenden Anteil der neuen TV-Produktionen dar. Seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 in den USA haben insbesondere die Sendungen stark zugenommen, die sich mit der jüngsten Vergangenheit auseinander setzen. Die zwei neuen Reality-TV-Sendungen in den USA "The Amazing Race" und "Lost" haben ihr Ziel verfehlt und keine große Einschaltquoten verzeichnet, so die Studie. Die NOTA ("New On The Air") wurde 1997 geschaffen. Sie wertet die Daten von Eurodata TV zu den internationalen Einschaltquoten im Fernsehen aus, die von den Instituten Mediametrie und IMCA erstellt werden. Die Studie berücksichtigt 68 Länder. (APA)