London - Der US-Flugzeugbauer rechnet nach dem Einbruch infolge des 11. September bei Verkehrsflugzeugen mit einer längeren Durststrecke. Die Erholung des Marktes werde länger brauchen als erwartet, sagte Boeing-Vize-Chef Alan Mulally am Sonntagabend vor Journalisten anlässlich der Eröffnung der internationalen Luftfahrtmesse in Farnborough bei London am Montag. Alles hänge davon ab, wann die Wirtschaft wieder anziehe. Derzeit gehe Boeing zwar davon aus, dass die Talsohle 2003 durchschritten werde. Dies könne sich aber auch bis 2004 hinziehen, wenn der konjunkturelle Aufschwung sich verzögere. Boeing will in diesem Jahr 380 Flugzeuge ausliefern. Für 2003 sind dann 275 bis 300 anvisiert, für 2004 wagt der weltgrößte Hersteller von Verkehrsflugzeugen derzeit keine Prognose. Im kommenden Jahr könnte Boeing bei den Auslieferungen damit erstmals vom Konkurrenten Airbus überflügelt werden. Der europäische Flugzeugbauer geht schon jetzt von 300 Flugzeugen für 2003 aus. Für 2004 hatte sich der Ko-Chef des Airbus-Eigners EADS, Philippe Camus, am Freitag relativ optimistisch gezeigt und einen weiteren Anstieg der Auslieferungszahlen vorhergesagt. (APA)