Brüssel - Die Außenminister der Europäischen Union oder ihre Vertreter sind am Montag in Brüssel zusammengekommen, um über die Nahost-Krise zu beraten. "Wir müssen keine neue Initiative starten", sagte der Staatssekretär im deutschen Außenamt, Jürgen Chrobog, vor Beginn der Konferenz. Die EU wolle vor allem über die Ergebnisse des Treffens beraten, das in der vergangenen Woche in New York im Rahmen des Nahost-"Quartetts mit den USA, Russland und den Vereinten Nationen stattgefunden hat. Bei der Quartett-Sitzung hatten sich Europäer, Russen und UNO im Gegensatz zur US-Regierung hinter Präsident Yasser Arafat als den gewählten Führer des Palästinenser gestellt. Der dänische Außenminister Per Stig Möller, dessen Land in der zweiten Jahreshälfte den EU-Vorsitz führt, hatte an neuen EU-Nahost-Vorschlägen gearbeitet. Die Forderung von US-Präsident George W. Bush nach Ablösung des palästinensischen Präsidenten Arafat wird von der EU abgelehnt. Den Palästinensern müsse überlassen bleiben, über das Schicksal ihres Präsidenten zu bestimmen, hatte der deutsche Außenminister Joschka Fischer nach Konsultationen mit seinem französischen Ressortkollegen Dominique de Villepin betont.(APA/dpa)