Die englische Hauptstadt London versinkt in seltsamen Kreidezeichnungen an Hauswänden. Über Nacht wurde die Metropole "angemalt" und dies sorgte bei Anrainern und Presse für einige Verwirrung. Neue unbekannte Jungendgangs? Eine Werbekampagne? Purer Vandalismus? Fragen über Fragen. Dabei ist die Antwort sehr einfach: WLAN und so genannte "Warchalk-Symbole" . Warchalk zeigt an wo gesurft werden kann Während man das unbefugte Eindringen in drahtlose Netzwerke im Vorbeifahren als "Wardrive" bezeichnet, ist "Warchalk" (wörtlich: Kriegskreide) eine analoge Bezeichnung für die Ausschilderung von Wireless-LAN-Spots. Die "Warchalk-Symbole" werden an Gebäuden aufgemalt und zeigen so an wo sich die Ausleuchtzone eines Wireless-Internetzugangs befindet. Wenn Laptop- oder PDA-User, die über eine Funk-LAN-Karte verfügen, auf die Zeichen achten, finden sie schnell einen freien Internetzugang. Mehr zum Thema "Warchalking" finden Sie bei www.warchalking.org . Rasante Verbreitung Während der ursprüngliche "Warchalk"-Code mit drei Symbolen das Auslangen fand, kreieren findige Freaks immer mehr Zeichen die detaillierte Angaben zum Spot enthalten. Aber nicht nur in Großbritannien ist das Warchalk-Fieber ausgebrochen, in den USA und in Frankreich finden sich schon an vielen Hausecken solche Symbole.(red)