München - Die Zahl der durch Zeckenstiche übertragenen Hirnhautentzündungen hat in Deutschland den höchsten Stand seit acht Jahren erreicht. 2001 seien beim Berliner Robert-Koch-Institut 254 Meldungen über die so genannte Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) eingegangen, teilte die Bayerische Gesellschaft für Immun-, Tropenmedizin und Impfwesen am Montag in München mit. Dies seien nahezu doppelt so viele Erkrankungen wie in den vergangenen Jahren. Hauptsächlich betroffen seien Bayern und Baden-Württemberg mit zusammen 225 Fällen.Alarm in Bayern Allein in Bayern sind momentan 40 Landkreise als FSME-Risikogebiete ausgewiesen. Neu in diese Kategorie fallen nach Angaben des Robert-Koch-Instituts die Landkreise Berchtesgadener Land, Forchheim, Kelheim, Kitzingen, Miltenberg, Neustadt a.d. Waldnaab, Roth sowie Weißenburg-Gunzenhausen. Für diese Gebiete empfehlen die Wissenschafter dringend eine Schutzimpfung. Von infektiösen Zecken befallen sind in Bayern vor allem der Donaubereich zwischen Regensburg und Passau, die Main-Spessart-Gegend sowie Gebiete an der Regnitz. FSME kann zu schweren neurologischen Schädigungen der Betroffenen führen. In etwa zwei Prozent der Fälle verläuft die Krankheit tödlich. Österreich In Österreich sind bis Mitte Juli dieses Jahres 23 FSME-Fälle aufgetreten. 2001 wurden insgesamt 54 Erkrankungen registriert. Drei Menschen starben. (APA/dpa)