Kairo - Der ägyptische Staatspräsident Hosni Mubarak hat Israel aufgefordert, die "historische Chance" für ein Ende des Konflikts mit den Arabern zu ergreifen. Trotz zahlreicher Hindernisse sei es immer noch möglich, Frieden in der Region zu erreichen, sagte Mubarak am Montag in einer Rede zum 50. Jahrestag der ägyptischen Revolution vor Armeeangehörigen in Kairo. Die derzeitige israelische "Unterdrückungspolitik" gegenüber den Palästinensern erzeuge dagegen immer mehr Hass auf den jüdischen Staat. Am 23. Juli 1952 war der ägyptische König Faruk von einer Offiziersgruppe gestürzt und ins Exil geschickt worden. Die Abschaffung der Monarchie erfolgte 1953. An den Feierlichkeiten anlässlich des 50. Jahrestages nimmt auch der libysche Revolutionsführer Oberst Muammar Gaddafi teil. Die arabischen Staaten haben auf dem Gipfel der Arabischen Liga Ende März in Beirut eine Friedensinitiative angenommen, die auf den Vorschlägen des saudiarabischen Kronprinzen Abdullah beruht. Die "Beiruter Deklaration" hat eine "Land-gegen-Frieden"-Strategie zum Inhalt: Von Israel wird gefordert, dass es alle 1967 besetzten Gebiete räumt und die Souveränität eines palästinensischen Staates im Westjordanland und Gaza-Streifen anerkennt. Im Gegenzug verpflichten sich die arabischen Staaten, normale Beziehungen mit Israel aufzunehmen.(APA/dpa)