Wien - Wissenschaft muss kommuniziert werden. Unter diesem Motto bietet das Wiener Institut für interdisziplinäre Forschung ab Oktober einen einjährigen Lehrgang für Wissenschaftskommunikation an. Personen, die an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit stehen, sollen zu Sprachrohren der Wissenschaft ausgebildet werden. Ziel ist die Steigerung des Verständnisses und der Akzeptanz von wissenschaftlichen Fortschritten. Der Lehrgang wendet sich an Personen, die als Wissenschaftsjournalisten oder Öffentlichkeitsarbeiter für wissenschaftliche Einrichtungen tätig werden bzw. ihre Berufserfahrungen vertiefen wollen. Voraussetzung für die postgraduale Ausbildung ist ein Studienabschluss oder eine gleichwertige Qualifikation. Die einzelnen Lehrveranstaltungen werden vor allem in Form von Wochenendblöcken abgehalten, unter der Woche beginnt der Unterricht frühestens um 17.30 Uhr. Inhaltlich beschäftigt sich der für ca. 15 Teilnehmer konzipierte Lehrgang mit dem Verhältnis von Medien, Wissenschaft und Öffentlichkeit. Die Ausbildung soll neben theoretischen Grundlagen auch praktische Schwerpunkte vermitteln. So können die Teilnehmer bei Unternehmen und Medien arbeiten und sich damit ein Netzwerk für den späteren Berufseinstieg schaffen. Unter anderem werden Experten wie der ORF-Wissenschaftsjournalist Martin Bernhofer, PR-Agentur-Chef Peter Menasse, der Hochschulforscher Hans Pechar und der Kulturwissenschafter Ernst Strouhal unterrichten. Außerdem halten internationale Gastreferenten aus Deutschland, Großbritannien und der Schweiz Kurz-Workshops ab. (APA)