Mehr als 900 000 Menschen haben in den Niederlanden die im Vorfeld kritisierte Direktübertragung der Öffnung von Pim Fortuyns Grab angesehen. Die Leiche des am 6. Mai ermordeten Rechtspopulisten wurde am Samstag zur letzten Ruhestätte nach Italien übergeführt. Fortuyn hatte den Wunsch geäußert, in dem Dorf Provesano di San Giorgio zwischen Venedig und Triest begraben zu werden, wo er ein Haus besaß. Als der Sarg aus der vorläufigen Grabstelle geholt wurde, hatte der Privatsender SBS6 am Freitagabend einen Marktanteil von 25 Prozent, teilte am Montag die Zuschauerforschung mit. Die Übertragung vom endgültigen Begräbnis des Politikers bei Provesano verfolgten am Samstagabend 640.000 niederländische Zuschauer (15 Prozent). Die Anwesenheit des Fernsehens bei der Öffnung des vorläufigen Grabs war in einigen Medien als sensationslüstern kritisiert worden. Die Angehörigen des Toten hatten dies aber gutgeheißen, da auch die Trauerfeier für den Politiker und seine erste vorläufige Beisetzung im Mai ein Medienereignis war. (APA/dpa)