Wien - Nach der anonymen Strafanzeige zur Auftragsvergabe forderten am Montag SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Andrea Kuntzl und der Initiator des Anti-Abfangjäger-Volksbegehrens, Rudolf Fußi, einen sofortigen Ankaufs-Stopp für die Eurofighter. Staatsanwalt Helmut Kellner sagte, die Sachverhaltsdarstellung befinde sich "noch im Studium". Wann mit einer Entscheidung zu rechnen sei, konnte er nicht beantworten. Kuntzl betonte im SPÖ-Pressedienst, die in der aktuellen Ausgabe des Magazins "profil" veröffentlichte Sachverhaltsdarstellung sei "ein entscheidender Grund mehr, die Bevölkerung darüber abstimmen zu lassen, ob Österreich 'Kriegsgerät' um kolportierte 2,4 Mrd. Euro ankaufen soll oder nicht". Untreue und schwerer Betrug Für Fußi ist das Vorgehen der Regierung bei der Abfangjäger-Entscheidung "einem demokratischen Staat nicht würdig, die sollten das jetzt stoppen, bevor es zu spät ist". Das Volksbegehren gegen die Abfangjäger startet am Montag kommender Woche. Laut "profil" richtet sich die anonyme Strafanzeige gegen das EADS-Konsortium, Magna-Manager und FPÖ-Politiker. In der 18-seitigen Sachverhaltsdarstellung werden die Vorwürfe des Amtsmissbrauchs, der Anstiftung zum Amtsmissbrauch, der Untreue und des schweren Betrugs erhoben. (APA)