Düsseldorf - Das schwerste Erdbeben seit zehn Jahren in Nordrhein-Westfalen hat am Montagmorgen weite Teile des am dichtesten bewohnten deutschen Bundeslands erschüttert. Der Erdstoß mit der Stärke 4,8 nach Richter schreckte Tausende Menschen an Rhein und Ruhr auf. Offenbar wurde niemand verletzt, wie das Düsseldorfer Innenministerium am Montag vorläufig bilanzierte. Das Epizentrum des Bebens war nördlich von Aachen bei Alsdorf in zehn Kilometer Tiefe, erklärte der Geologische Dienst. Das Beben wurde auch in den angrenzenden Gebieten Belgiens und der Niederlande wahrgenommen. Kleine Erdstöße in der niederrheinischen Bucht sind häufig; sie gehört nach den Angaben der Geologen zu den erdbebengefährdetsten Gebieten Deutschlands. (DER STANDARD, Printausgabe 23.07.2002)