Eisenstadt - Die burgenländischen Freiheitlichen fordern ein Ende der Diskriminierung älterer Arbeitssuchender bei der Aufnahme in den Landesdienst. "Das Land verlange immer wieder von der Wirtschaft, auch ältere Menschen zu beschäftigen, geht jedoch selber nicht gerade mit gutem Beispiel voran", prangerte FPÖ-Klubobmann Stefan Salzl die gängige Praxis an. Wird ein älterer Arbeitnehmer als Vertragsbediensteter eingestellt, so werden ihm maximal 1,5 Jahre an Vordienstzeiten angerechnet. Die FPÖ hat im Landtag einen Antrag auf Einführung eines neuen Modells zur Anrechnung von Vordienstzeiten eingebracht. Die Praxis, maximal 1,5 Jahre an Vordienstzeiten anzurechnen, sei eine unüberwindbare Hürde für ältere Arbeitnehmer, kritisierte der FPÖ-Klubchef. Wer einen Job als Vertragsbediensteter bekomme, müsse massive Einkommenseinbußen hinnehmen. Eine Neuregelung der Anrechnung von Vordienstzeiten wäre ein wichtiges Signal zur Bekämpfung der Altersarbeitslosigkeit, ist Salzl überzeugt. Er verwies auch auf die Statistik, nach der das Burgenland im Mai 2002 mit einer Zunahme der Arbeitslosigkeit von Menschen ab 50 mit über 22 Prozent den zweithöchsten Wert nach Wien (26,2 Prozent) erreicht hat. (APA)