Wien - Die Österreichtochter des in Zahlungsunfähigkeit geschlitterten US-Telekomriesen WorldCom bleibt von der Pleite ihrer Mutter vorerst unberührt. Wie alle anderen Niederlassungen außerhalb Amerikas werde auch die WorldCom Austria vom Gläubigerschutzverfahren des Konzerns nicht erfasst, betonte eine Sprecherin der Österreichtochter auf APA-Anfrage. Die derzeitige Situation habe "keinerlei Auswirkung" auf die europäischen WorldCom Niederlassungen, deren Mitarbeiter, Kunden und Lieferanten. "Für uns bedeutet das Business as usual", so die Sprecherin. Was den Konzern betrifft, hofft WorldCom Austria, dass dieser nach Abschluss des Gläubigerschutzverfahrens weitergeführt werden kann. WorldCom Austria beschäftigt zur Zeit 55 Mitarbeiter, die vom geplanten Personalabbau laut Sprecherin nicht betroffen sind. Das Unternehmen verfügt über Geschäftskunden im Bereich Telefonie und Internet. Außerdem vermietet WorldCom Austria auch internationale Leitungen an heimische Internet- und Telekom-Anbieter. Privatkunden hat das Unternehmen in Österreich keine. Kunden- und Umsatzzahlen der Landestochter werden nicht bekannt gegeben. Weltweit hat der Konzern mit über 20 Millionen Privat- und Geschäftskunden im vergangenen Jahr 35,2 Mrd. US-Dollar (35,0 Mrd. Euro) umgesetzt. (APA)