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Salzls Wiederkandidatur für das Amt des Ortschefs ist fraglich.

Foto: APA/Horvath
Eisenstadt - Hiobsbotschaft für die burgenländischen Freiheitlichen, die mit ihrem Partei- und Klubobmann Stefan Salzl über den einzigen "blauen" Bürgermeister im Burgenland verfügen. Salzls Wiederkandidatur für das Amt des Ortschefs in der Seewinkel-Gemeinde Halbturn ist wenige Wochen vor den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen am 6. Oktober fraglich. Ein gesundheitliches Problem könnte den vielbeschäftigten FPÖ-Politiker zum Rückzug aus der Kommunalpolitik zwingen. Der 54-jährige Tierarzt hatte sich bereits entschlossen, für eine dritte Periode als Halbturner Bürgermeister zu kandidieren, als ihm ein Bandscheibenvorfall Probleme bereitete. Da verschiedene Therapien keine nennenswerte Besserung zur Folge hatten, steht Salzl eventuell noch vor der Wahl eine Operation ins Haus, wie er selbst am Montag bestätigte. Für diesen Fall will er sich nur auf seine Funktion als Partei- und Klubchef der Freiheitlichen konzentrieren. Der Wahlvorschlag für die Wahl des Bürgermeisters muss laut Wahlkalender bis spätestens 6. September eingebracht werden. Unter den zehn freiheitlichen Gemeinderäten in Halbturn gibt es nach Ansicht Salzls einige, die "gut gearbeitet haben, sodass ich überzeugt bin, dass sie die entsprechende Akzeptanz bei der Bevölkerung haben". Salzl wurde 1992 zum ersten Mal zum Bürgermeister gewählt. Damals gelang es ihm, den langjährigen ÖVP-Bürgermeister von Halbturn in der Stichwahl zu schlagen. Bei den Kommunalwahlen 1997 wurde er mit Zwei-Drittel-Mehrheit in seinem Amt bestätigt. Im Gemeinderat von Halbturn ist die FPÖ mit zehn Gemeinderäten vertreten, die ÖVP mit sieben, die SPÖ mit vier. (APA)