Wien - Auch wenn Barbara Schwartz nach ihrem Hitzethriller mit Magenschmerzen etwas gedämpft feierte und ÖTV-Geschäftsführer Martin Reiter beim abendlichen Dinner im Parkhotel ein im Siegesgetümmel gebrochenes Handgelenk beklagte, die Stimmung bei Österreichs Damen-Tennisteam war nach dem Aufstieg ins Fed-Cup- Halbfinale ausgezeichnet. Und während die Mädchen nach den Strapazen beim 4:1-Sieg in Pörtschach gegen Kroatien in dieser Woche verdient "blau" machen, lief am Montag im ÖTV die Bewerbung um die Finalrunde auf Hochtouren. Favorit ist freilich Halbfinalgegner Spanien.Spanien Favorit auf Austragung des Final Fours "Sie haben Geld und viel Tradition", sieht Reiter die Spanier, bei deren 5:0-Sieg über Deutschland Rekordspielerin Arantxa Sanchez-Vicario ihre einmalige Siegesbilanz auf 71 erhöhte, klar im Vorteil. Italien habe kein aufstrebendes Team, die Slowakei als Veranstalterland für das Final Four in der ersten Novemberwoche werde sich - trotz des Sensationssieges über Frankreich - die ITF nicht antun, ist Reiter überzeugt. Reiter: "Chancen bei 30 Prozent" Doch während sich in Österreich schon zahlreiche Interessenten gemeldet haben, sind noch einige Hürden vor einer erfolgreichen Kandidatur die ein würdiger Höhepunkt im 100. Bestandsjahr des ÖTV wäre, zu überwinden. Der Internationale Tennisverband ITF verlangt neben der Übernahme der kompletten TV-Produktion eine Million Dollar Fixgarantie. "Auch wenn es die ITF sicher billiger geben wird müssen, unsere Chancen liegen bei 30 Prozent", so Reiter. Dazu kommen Österreich-interne Probleme. In der Woche vor dem Finale geht das Generali Ladies in Linz in Szene, ein "Overkill" an Damentennis ist sicher nicht günstig. Schwartz optimistisch gegen Spanien Für die Tennis-Mädchen begann nach dem Fed Cup die Vorbereitung auf die Hartplatzsaison mit dem Höhepunkt US Open ab 30. August. Zunächst aber mit einer Erholungspause. Barbara Schwartz legt in Wien ein zweiwöchiges Aufbauprogramm ein und wird vor dem letzten Grand Slam-Turnier in New York nur die Turniere in Montreal (ab 13. August) und New Haven spielen. Vor Halbfinalgegner Spanien ist Schwartz ("Der Star ist die Mannschaft!") nicht bang. "Mit diesem Super-Team haben wir gegen jeden eine Chance", ist die Niederösterreicherin, die heuer noch eine weiße Fed-Cup-Weste hat, überzeugt. Schett auf US-Tour Barbara Schett steigt mit dem Turnier in Los Angeles (ab 6. August) wieder in die WTA-Tour ein, spielt danach ebenfalls Montreal und New Haven. Patricia Wartusch spielt vor den US Open in Helsinki (Sand) und New Haven.(APA)