Eine kürzlich im Internet aufgetauchte Beta-Version des Microsoft Windows Media Player 9 sorgt derzeit für rege Diskussionen. Allerdings weniger das Faktum, dass die Beta-Version aufgetaucht ist, als viel mehr einige der neuen Features. Niedrige Build mit großen Features Die aufgetauchte Beta-Version trägt die niedrige Build 2601 und dürfte noch vom letzten Jahr oder von Anfang dieses Jahres stammen. Daher ist anzunehmen, dass sich noch einige Funktionen ändern werden beziehungsweise noch nicht alle integriert sind. Doch die Liste der darin enthaltenen Features ist schon in dieser Build sehr interessant: DVDs können direkt auf die Festplatte kopiert werden, es gibt bessere Codecs, einen breiteren Plug-In-Support und die prominente Platzierung von Musik-Abonnement-Diensten im Grafic User Interface (GUI). File-Sharing inklusive Besonders interessant ist allerdings der "Send to Friend"-Button; dieser ermöglicht es Dateien an andere User weiter zu verschicken. Also sozusagen eine File-Sharing-Funktion von Microsoft. Anwender können so eine Audio- oder Video-Datei an MSN- oder Windows Messenger-User weiterverschicken. Microsoft gegen die Musik-Industrie Allerdings dürfen sich die Fans des File-Sharing nicht allzu viel erwarten. Es ist nicht anzunehmen dass Microsoft gegen den Digital-Rights-Management-Act (DRM) verstoßen wollen will. Andererseits häufen sich in den Internet-Foren die "Stimmen der Hoffnung", die sich von dieser Vorgehensweise des Softwarekonzerns eine Änderung der Musik-Industrie in Punkto File-Sharing erhoffen - denn wenn ein Unternehmen über genügend finanzielle Ressourcen verfügt um sich mit der Recording Industry Association of America (RIAA) einen harten langen Kampf zu liefern dann wohl Microsoft. Allerdings dürfte es sich bei diesen Überlegungen mehr um Utopie denn um Realität handeln. Am 4. September werden die Anwender mehr über den Windows Media Player 9, vormals "Corona", erfahren, denn da wird die Software offiziell als Beta-Version veröffentlicht werden.(red)