Die "New York Times" (NYT hat sich geweigert, auf ihrer Website neue Anzeigen von Sony Electronics zu schalten. Mit den Inseraten werde die Grenze zwischen Werbung und redaktionellem Inhalt verwischt, begründet die renommierte Tageszeitung ihre Ablehnung der Sony-Werbeoffensive. Dies berichtete der Branchendienst AdAge am Montag. "Featured by Sony" Die beanstandeten Inserate sind wie redaktionelle Features gestaltet, während sich am Rand Links befinden, die zu Sony-Produkten und der Site SonyStyle.com führen. Als einziger weiterer Hinweis auf die Herkunft des Artikels findet sich der kleine Untertitel "featured by Sony". Auf der "New York Time"-Site müsse Werbung klar gekennzeichnet sein, um sich von redaktionellen Inhalten zu unterscheiden, so eine NYT-Sprecherin. Dies sei hier nicht der Fall. "Wir durchbrechen Paradigmen" "Wir durchbrechen Paradigmen", erklärte T. Scott Edwards, Marketing Officer bei Sony, seine Sicht der Dinge. Man versuche, die Grenze zwischen Werbung und redaktionellen Inhalten zu verwischen. Es handle sich "sicher nicht um eine traditionelle" Online-Medien-Kampagne. Die einzelnen Artikel würden für das jeweilige Medium maßgeschneidert. "Wir verstehen uns als Content Provider – wir kaufen den Platz dafür." Nicht diese Idee sei notwendigerweise revolutionär, sondern das Ausmaß. Laut AdAge hat Sony für seine für einen Zeitraum von neun Monaten veranschlagte Online-Werbefeldzug bereits Platz für 60 Inserate unter anderem bei America Online sowie den Sites von Yahoo und Times Inc. gekauft. Mit Kosten von rund zehn Mio. Dollar handelt es sich um Sonys bisher teuerste Internet-Kampagne.(pte)