Linz - Eine seit Sonntagabend am Attersee (Bez. Vöcklabruck) in Oberösterreich vermisste 59-jährige deutsche Urlauberin aus Esslingen (Baden Württemberg) ist ertrunken. Das wurde Montagnachmittag traurige Gewissheit. Der 60-jährige Ehemann der Frau - beide verbrachten einen Urlaub auf einem Campingplatz in Unterach am Attersee - war vor dem Unglück selbst in Seenot gewesen. Der Ehemann schlug Sonntag gegen 22.00 Uhr beim zuständigen Gendarmerieposten Alarm, nachdem seine Frau ungewöhnlich lange nicht zum Wohnwagen zurückgekehrt war. Die Suche der Einsatzkräfte nach der Vermissten musste Sonntag ergebnislos abgebrochen werden. Montag suchten den ganzen Tag über Taucher nach ihr im See. Am Nachmittag entdeckte eine Gruppe von Radfahrern ihre Leiche nahe dem Ufer zwischen Unterach und Nußbach. Davor war Mann in Seenot Dem Unglück war ein "Missgeschick" des Ehemannes vorangegangen. Dieser geriet mit seinem Surfboard wegen einer Flaute in Seenot. Die Frau beobachtete ihren Mann vom Ufer aus, erkannte dessen missliche Lage und bat die örtliche Wasserskischule um Hilfe. Der Inhaber der Schule holte daraufhin den 60-Jährigen, der hilflos am See trieb, ans Ufer. Nach ersten Erhebungen dürfte die 59-Jährige, noch während die Rettungsaktion für ihren Mann im Gange war, zum Wohnwagen zurückgegangen sein. Vor der Rückkehr ihres Mannes, so vermutet die Gendarmerie, dürfte sich die Frau entschlossen haben, noch einmal Schwimmen zu gehen. Dabei dürfte sie ertrunken sein. (APA)