Demonstration für Freizügigkeit von Flüchtlingen vor Europarat "Residenzpflicht" für Asylbewerber in Deutschland kritisiert Straßburg - Mehrere hundert Demonstranten haben am Montag vor dem Europarat in Straßburg für die Freizügigkeit von Flüchtlingen demonstriert. Veranstalter war die Dachorganisation "No Border", die ein Zusammenschluss von Menschenrechts- und Antirassismus-Gruppen und Globalisierungsgegnern ist. An der Protestaktion nahmen nach Angaben der Veranstalter etwa 1500 Leute teil, die Polizei sprach von 700 Demonstranten. Auch die österreichische "VolxtheaterKarawane" wollte an der Demonstration teilnehmen. Die vor allem aus Deutschland, Italien, und Frankreich angereisten Demonstranten wandten sich insbesondere gegen die so genannte "Residenzpflicht" für Asylbewerber in Deutschland. Die 1982 eingeführte Regelung verbietet es nicht anerkannten Flüchtlingen, den Landkreis zu verlassen, in dem sich ihre Unterkunft befindet. Deutschland verstoße damit gegen die Europäische Menschenrechts-Konvention, die das Grundrecht auf Freizügigkeit garantiere, sagte ein Sprecher von "No Border". Die Demonstranten warfen der deutschen Bundesregierung vor, die "Residenzpflicht" im Zuge der EU-weiten Harmonisierung der Asylgesetze auf ganz Europa ausdehnen zu wollen. (APA/dpa)