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Die Hälfte der palästinensischen Kleinkinder ist unterernährt

Foto: Reuters/Mahfouz Abu Turk
Ramallah - Der seit 22 Monaten andauernde Palästinenser-Aufstand und dessen Bekämpfung durch Israel haben die Bevölkerung in den Autonomiegebieten in tiefes Elend gestürzt. Der palästinensische Chefunterhändler Saeb Erekat zitierte am Montag eine von der US-Regierung finanzierte Studie der John-Hopkins-Universität, wonach sich die Lebens- und Gesundheitsbedingungen in den besetzten Gebieten dramatisch verschlechtert haben. Danach leidet über die Hälfte der palästinensischen Kinder unter fünf Jahren an Mangelernährung und 40 Prozent an Blutarmut. 70 Prozent der Bevölkerung lebten unter der Armutsgrenze von zwei Dollar pro Tag und Person. 60 Prozent bräuchten Lebensmittelhilfe, während 30 Prozent nur von der Essensausgabe lebten. "Diese Zahlen enthüllen die menschliche Katastrophe, die das palästinensische Volk derzeit durchlebt", sagte Erekat. Er rief die Weltgemeinschaft auf, eine weitere Verschlechterung zu stoppen. Schuld an der Lage der Palästinensern sind nach Ansicht Erekats die langen Ausgangssperren und die Absperrungen der Gebiete. Auch der israelische Ministerpräsident Ariel Sharon hatte am vergangenen Dienstag UNO-Generalsekretär Kofi Annan zu einer globalen Hilfskampagne zu Gunsten der Palästinenser gebeten. (APA/dpa)