Pretoria - Die beiden afrikanischen Staaten Ruanda und Demokratische Republik Kongo haben ein Friedensabkommen geschlossen. Nach fünftägigen Verhandlungen hätten Vertreter beider Länder in der südafrikanischen Stadt Pretoria eine entsprechende Einigung erzielt, teilte der südafrikanische Vizepräsident Jacob Zuma mit. Ruanda willigte demnach in den Abzug seiner Truppen aus Kongo ein. Kongo wiederum verpflichtete sich dazu, ruandische Rebellen aus dem Osten des Landes zu vertreiben. Außerdem sollen die Rebellengruppen entwaffnet und zerschlagen werden, die unter anderem für den Völkermord in Ruanda im Jahr 1994 mit verantwortlich sind. Das Friedensabkommen muss noch von den Staatschefs beider Länder gebilligt werden. Bei dem seit rund vier Jahren andauernden Bürgerkrieg in der Demokratischen Republik Kongo wurden Schätzungen zufolge 2,5 Millionen Menschen getötet, die meisten von ihnen Zivilisten. In dem Bürgerkrieg mischen auch Nachbarstaaten mit. Ruanda und Uganda unterstützen die rivalisierenden Rebellen im Norden und Osten des Landes. Angola, Simbabwe und Namibia kämpfen an der Seite der Regierungstruppen. (APA)