Berlin - Er war der Grundstein für das vereinte Europa: Am Dienstag wird der Vertrag über die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) 50 Jahre alt - und läuft aus. Die Bergbau- und Stahlindustrie fällt damit unter das allgemeine EU-Recht: Beihilfen müssen wie in anderen Wirtschaftszweigen auch von der Kommission in Brüssel bewilligt werden. Für die Förderung des nationalen Kohlebergbaus gibt es allerdings Übergangsfristen. Der EGKS-Vertrag trat am 23. Juli 1952 in Kraft und war von Anfang an auf 50 Jahre begrenzt. Er schuf einen gemeinsamen Markt für Kohle und Stahl, schaffte Binnenzölle ab, harmonisierte die Außenzölle und definierte strikte Wettbewerbs- und Subventionsregeln. Auf diese Weise schufen die sechs Unterzeichnerstaaten kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs die Keimzelle für die heutige Europäische Union. (APA)