Brüssel - Der Streit um die russische Exklave Kaliningrad steht im Mittelpunkt von Gesprächen zwischen Vertretern der Europäischen Union und Russlands am Dienstag in Brüssel. Nach dem für 2004 angestrebten EU-Beitritt Polens und Litauens wird das frühere Königsberg vollständig vom russischen Kernland abgeschottet sein. Nach dem Willen Brüssels sollen die rund eine Million Einwohner dann nur noch mit einem Visum nach Russland reisen dürfen. Dies lehnt Moskau kategorisch ab. Während die EU mit der Visa-Regelung eine unkontrollierte Einreise in die Union verhindern will, befürchtet die russische Regierung die Ausgrenzung der Exklavenbewohner. Einen russischen Kompromissvorschlag über eine Transitstrecke lehnt die EU ab. (APA)