Washington - Ein amerikanischer Angriff auf den Irak oder andere Länder, die Massenvernichtungswaffen entwickeln, wäre nach Darstellung von US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld ein Akt der Selbstverteidigung. In einem solchen Fall stünden die USA vor der Wahl, einen verheerenden Überraschungsangriff nach dem Muster der japanischen Attacke auf Pearl Harbor im Zweiten Weltkrieg abzuwarten, oder zuerst zuzuschlagen, sagte der Minister am Montag in Washington. US-Präsident Bush hat indessen einen Regimewechsel im Irak ausdrücklich zum Ziel seiner Politik erklärt. Zugleich versicherte er aber, dass keine Kriegspläne auf seinem Schreibtisch lägen. Ein militärisches Konzept wurde unlängst der "New York Times" zugespielt. Rumsfeld betonte am Montag, dass weder er noch Generalstabschef Richard Myers Kenntnis von diesem Konzept gehabt hätten. (APA/dpa)