Wien - Laut Europäischer Umweltagentur waren die Treibhausgasemissionen der EU im Jahr 2000 um 3,5 Prozent niedriger als 1990. Damit hat die Union das Gesamt-Stabilisierungsziel der Rahmenkonvention von Rio zwar erreicht. Allerdings wurden in Kyoto weitergehende Vereinbarungen eingegangen (EU gesamt minus acht Prozent von 1990 bis 2008-2012, Österreichs nationaler Beitrag liegt bei minus 13 Prozent). Und die weiteren Reduktionen harren der Realisierung.Österreich hingegen hinkt dem Kyotoprotokoll hinterher "Österreich hingegen hinkt diesem Trend deutlich hinterher", heißt es in einem Bilanzpapier von Global 2000 und der Arbeitsgemeinschaft Entwicklungszusammenarbeit (AGEZ). "Mit einem Anstieg von 2,7 Prozent sind wir fast zehn Prozentpunkte hinter dem Fahrplan. Wir müssen daher insgesamt nicht um 13 Prozent, wie im Kyotoprotokoll ursprünglich vereinbart, sondern fast 16 Prozent der Treibhausgase reduzieren. Und das in der Hälfte der zur Verfügung stehenden Zeit." Das heimische Maßnahmenpaket reiche nicht aus, um die immer noch steigenden Treibhausgase ausreichend zu reduzieren, die Finanzierung sei immer noch offen, so die Umweltorganisation. Österreichs Umwelt-NGOs fordern daher gemeinsam den Beschluss eines nationalen Klimaschutzplanes mit 87 Millionen Euro für den Klimaschutz und einer Zweckbindung von mindestens 290 Millionen Euro der bestehenden Wohnbauförderung für Klimaschutzmaßnahmen. (APA)