New York - Der US-Finanzkonzern American Express hat im zweiten Quartal unter anderem wegen niedriger Refinanzierungszinsen den Nettogewinn nahezu vervierfacht und die Analystenprognosen knapp übertroffen. Auch wegen Kosteneinsparungen sei der Gewinn auf 683 Mill. Dollar (673 Mill. Euro) oder 0,51 Dollar von 178 Mill. Dollar oder 0,13 Dollar im Vorjahreszeitraum gestiegen, teilte der Kreditkarten-Anbieter und Reisebürobetreiber am Montag mit. Von Thomson First Call befragte Analysten hatten im Mittel mit 0,50 Dollar je Aktie gerechnet. Das Ergebnis vor einem Jahr war allerdings von starken Verlusten aus Investitionen in hochspekulative Anleihen, so genannte "Junk-Bonds", gedrückt worden. Schätzungen der Analysten werden nicht übertroffen Die Einnahmen lagen im abgelaufenen Quartal bei 5,68 Mrd. Dollar nach 4,91 Mrd. Dollar vor einem Jahr. Im Gesamtjahr werde der Konzern aber wohl nicht die Schätzungen der Analysten übertreffen, hieß es von American Express weiter. Da die Zinsen in den USA derzeit auf dem niedrigsten Niveau seit knapp 40 Jahren liegen, können sich die Finanzhäuser billig Geld beschaffen, um damit neue Kredite an ihre Kunden zu finanzieren. Darüber hinaus liehen sich die Kunden von American Express den Angaben zufolge trotz der schwachen US-Konjunktur mehr Geld als zuvor. Die im Dow-Jones-Index notierten Konzernaktien lagen vor der Mitteilung der Unternehmenszahlen rund 5,8 Prozent im Minus. Sie erholten sich dann weniger stark als der Markt auf ein Minus von 3,3 Prozent bei 30,61 Dollar.(APA/Reuters)