Sydney - Das Rätsel um den an einem australischen Strand angespülten 250 Kilogramm schweren Riesentintenfisch scheint gelöst zu sein. Bei dem Tier handelt es sich nach Angaben eines neuseeländischen Experten nicht wie zunächst angenommen um das Exemplar einer bisher unbekannten Art, sondern um einen verstümmelten Tintenfisch. Wie Zoologen am Montag mitteilten, wurde der Gigant am Samstag tot an einem Strand in Hobart auf Tasmanien gefunden und inzwischen zur Untersuchung in ein Museum gebracht. Das Tier weise einige ungewöhnliche Merkmale auf, darunter etwa lange, dünne Muskelklappen an den Enden jedes seiner acht Arme, hieß es. Tintelfisch hat Muskeln am Körper, die kein anderes Lebewesen hat "Was wir bei diesem Tier gesehen haben, haben wir noch an keinem anderem Tintenfisch gesehen, und es ist ein besonderes Merkmal", sagte der Zoologe David Pemberton. "Er hat einen Haufen Muskeln am Körper, die kein anderes Lebewesen hat." Der neuseeländische Zoologe Steve O'Shea erklärte dagegen am Dienstag an Hand von Fotos des Giganten, alle Riesentintenfische hätten Muskelklappen, um besser schwimmen zu können. "Es handelt sich definitiv nicht um eine neue Art, sondern offenbar um einen verstümmelten Riesentintenfisch", sagte O'Shea. Dem Tier fehlten nur die Häutchen an den Armen. Riesenkraken leben normalerweise in etwa 500 Metern Tiefe unter der Meeresoberfläche am Rande von Kontinentalplatten. (APA/AP)