Real Networks setzt im Kampf gegen Konkurrenten Microsoft nun auf Open Source. Mit Helix soll die Auslieferung digitaler Inhalte revolutioniert werden. Real setzt dabei auf eine Open Source Plattform, die Technologien bereitstellt, um jedes Format auf jedem Gerät und jeder Plattform nutzen zu können. Laut Hersteller wird wird Helix dabei sowohl Client, Encoder als auch Server sein. Content-Anbieter sollen davon profitieren Content-Anbieter ersparen sich mit der Lösung, dass sie mehrere Systeme parallel betreiben müssen und können sich auf eine Technologie konzentrieren. "Seit der Einführung von RealAudio vor sieben Jahren wünschte sich die Industrie von uns eine umfassende und offene Plattform, auf der sie aufbauen kann", erklärte Rob Glaser, Gründer und CEO von RealNetworks. Helix verfügt über 1.000 Schnittstellen zu unterschiedlichen Anwendungen. Entwickler sollen über die Community OpenSource-Lizenzen und Zugang zum Source-Code erhalten, um eigene Helix-basierte Encoder, Server und Clients programmieren zu können. Die Technologie ermöglicht On-Demand-Streaming, Abspielen von Medieninhalten lokal und über das Internet sowie die Integration von zusätzlichen Medienformaten. Acht Jahre Entwicklungszeit Die Entwicklung der Medien-Plattform hat acht Jahre in Anspruch genommen. Helix kann auf unterschiedlichen Betriebssystemen wie Unix, Linux und Windows betrieben werden. Die Schlüsselpatente für die Technologie werden von RealNetworks gehalten. Das Unternehmen hofft mit der Plattform auch dem wachsenden Konkurrenzdruck begegnen zu können. Der Helix-Community gehören laut Real Networks bereits 29 Unternehmen, darunter Cisco, Hitachi, HP, Intel, Lindows, NEC, Nokia, Opera, Oracle, PalmSource, Pinnacle, Red Hat , Sony, ST Microelectronics, Sun, Symbian, Texas Instruments und TiVO, an. Unterschiedliche Lizenzen Real Networks bietet unterschiedliche Lizenzen für die Verteilung der Quelltexte an. Die RealNetworks Public Source License (RPSL) soll der Open Source Initiative zur Zertifizierung vorgelegt werden. Die RealNetworks Community Source License (RCSL) erlaubt die freie Nutzung nur zu Forschungszwecken. Mehr Leistung Laut Hersteller-Angaben soll der Helix Universal-Server unter Linux 400 Prozent mehr Nutzer ermöglichen als Microsofts Windows Media Server 4.1 unter Windows 2000. Auch unter Windows soll Helix schneller sein als der Konkurrent - laut Real etwa um 200 Prozent. Derzeit unterstützt der Helix Universal Server 55 Media-Formate (darunter etwa ASF, Quicktime und MPEG4) und soll unter 11 Betriebssystemen laufen. (red/pte)