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Diese US-Studie des PNAS' bescheinigt den Frauen (die an der Untersuchung teilgenommen haben...) bessere emotionale Gedächtnisleistung.
Foto: Archiv
Washington - Frauen verarbeiten starke Gefühle intensiver als Männer und behalten sie auch länger im Gedächtnis. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von PsychologInnen, die jetzt von der Nationalen Akademie der Wissenschaften in den USA veröffentlicht wurde. Emotionale Erfahrung werde im Gehirn einer Frau enger "verdrahtet" und "fester gespeichert" als im Gehirn eines Mannes, erklärte der Leiter des Forschungsprojekts, Turhan Canli von der Stony-Brook-Universität des Staates New York. Zusammen mit mehreren WissenschafterInnen der Stanford-Universität zeigte Canli jeweils zwölf Männern und Frauen eine Auswahl von Fotos mit unterschiedlich intensiver emotionaler Eindringlichkeit. Differenz im Speicher Die Testpersonen nahmen ihre eigene Wertung der emotionalen Wirkung vor. Gleichzeitig wurde beim Betrachten der Bilder die Aktivität der Gehirnzellen gemessen. Was auf Frauen abstoßend wirkte - zum Beispiel das Foto einer Schusswaffe - löste bei Männern eine neutrale Wirkung aus. Drei Wochen später wurden die Testpersonen überraschend gebeten, sich an die gezeigten Bilder zu erinnern: Unter 48 neuen Fotos sollten sie diejenigen Aufnahmen erkennen, die sie als emotional sehr bewegend eingestuft hatten, wobei jedes Bild nur drei Sekunden lang gezeigt wurde. Die Männer entdeckten im Schnitt 60 Prozent der Bilder mit hoher emotionaler Wirkung, die Frauen hingegen rund 75 Prozent. Die Kenntnis unterschiedlicher neuronaler Prozesse bei emotionalen Erfahrungen eröffnet Canli zufolge möglicherweise neue Wege zur Behandlung von Depressionen. Davon sind Frauen weit häufiger betroffen als Männer. (APA/AP)