St. Louis - Forscher der Washington University in St. Louis haben ein System entwickelt, das die Arbeit von Gesichtschirurgen quantifizierbar machen soll. Chirurgen ermöglicht dieses, noch vor der Operation das gewünschte Ergebnis vor Augen zu haben. Bisher konnten kosmetische Chirurgen das Ergebnis nur anhand digitaler Bildmanipulationen abschätzen. Laut Entwicklern könnte das System auch bei Sicherheitskameras zur Gesichtserkennung zum Einsatz kommen. 3D-Scanner analysiert das Gesicht Der Prototyp des Systems besteht aus einem 3D-Scanner und einer hochentwickelten Grafik-Software, die das Gesicht analysiert, Verfahren empfiehlt, dessen Schwierigkeit erhebt und das Endergebnis des Eingriffs auswertet. "Das System soll aber den Chirurgen nicht ersetzen", erläuterte der Software-Entwickler Stefen Krantz (Bild) von der Washington University. Es soll eine analytische Unterstützung ihrer Arbeit sein. Da das Gesicht aber eine geometrische Oberfläche ist, kann dieses als solches auch analysiert werden. Dazu wird das Gesicht des Patienten von einem dreidimensionalen Scanner "abgetastet". Dieser Prozess verwandelt das Gesicht in ein feines Gitter ähnlich einer Vielzahl zusammengesetzter Dreiecke. Diese stellen die Falten und Linien im Gesicht dar. Idealisierte Gesichter "Mithilfe der Gitters stellt die Software den Bezug zu einer Sammlung von idealisierten Gesichtern her", erklärte Krantz. Darauf folgt eine Reihe von Kalkulationen, es werden die einzelnen Komponenten des Gesichts gemessen und die Schwierigkeiten der gewünschten Änderungen analysiert. "Das Ergebnis vorherzusagen, ist in der plastischen Chirurgie am schwierigsten"; so der Entwickler. Es benötige mindestens ein Jahr, um das Endergebnis des Eingriffs vor sich zu haben. Ein plastischer Chirurg aus Berkeley/Kalifornien will das System für seine Patienten implementieren. (pte)