Wien - Aus Sicht der SPÖ üben sich die Freiheitlichen in der Causa Gaugg derzeit in "durchsichtigen Ablenkungsmanövern". Auch mit täglichen Pressekonferenzen gelinge es der FPÖ nicht, "zu vertuschen, dass sie beim schamlosen Privilegienrittern ertappt wurde", sagte SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Andrea Kuntzl am Dienstag in einer Aussendung. Niemand halte zudem den stellvertretenden Generaldirektor der PVA, Reinhart Gaugg (F), davon ab, seiner Arbeit in der PVA nachzugehen - "außer natürlich er selbst, indem er sich seit Wochen ausschließlich um seinen Sondervertrag kümmert". Ihrerseits brachte Kuntzl einen neuen Vorwurf gegen Gaugg vor. So verwies sie auf "angebliche Pensionsansprüche aus Gauggs Tätigkeit als Kärntner Landespolitiker". So wäre es "nicht uninteressant" aufzuklären, ob Gaugg 1997 aus seiner zweijährigen Tätigkeit im Kärntner Landtag (1989-1991) und seiner Funktion als Klagenfurter Vizebürgermeister (1991-1997) einen immer währenden Pensionsanspruch mit 55 Jahren erhalten habe und wie hoch dieser sei. "Vor allem angesichts der nicht unwesentlichen Verschärfungen, die diese Regierung bezüglich Pensionszugang und Pensionshöhe für die Menschen beschlossen hat, die Gaugg nun vertreten soll, ist der angestrebte Vertrag mit seinen unverblümten Sonderkonditionen durch nichts plausibel zu machen", so Kuntzl. (APA)