Klagenfurt - Für die Kärntner SPÖ sind die "Befreiungs- und Rundumschläge" von Landeshauptmann Jörg Haider (F) nach dem zweiten Scheitern eines Sondervertrages für Reinhart Gaugg (F) in der Pensionsversicherungsanstalt nichts anderes als ein "unverschämtes Ablenkungsmanöver". Offenbar hoffe Haider, damit den "Privilegienskandal rund um den Privilegienritter Gaugg" zudecken zu können, stellte Landesvorsitzender LHStv. Peter Ambrozy am Dienstag fest. "Gaugg ist ein Privilegienritter von trauriger Gestalt und Haider sein Steigbügelhalter." Haider habe damit "endgültig jede Glaubwürdigkeit verloren". Der "unappetitliche Fall Gaugg" bedeute: Privilegienwirtschaft und Postenschacher - umgesetzt von der FPÖ. Ambrozy: "Gaugg ist ein Symbol für das verkommene Sittenbild der FPÖ": Haider berufe sich auf Absprachen, die er früher als "Packelei" bezeichnet hätte und Gaugg spiele sich als Vertreter des kleinen Mannes auf, und sei dabei "einer, der den Hals nicht voll genug kriegen kann". Die FPÖ stecke "bis zum Hals im Privilegiensumpf". (APA)