Washington - Die US-Regierung hat Berichte dementiert, wonach die Bemühungen zur Zusammenarbeit mit dem iranischen Präsidenten Mohammad Khatami eingestellt werden sollen. "Nein, das ist nicht der Fall", sagte der Sprecher des Weißen Hauses, Ari Fleischer, am Dienstag in Washington. Zugleich hieß es allerdings, die USA wollten sich künftig direkter an das iranische Volk wenden, um Reformen zu erreichen. Die Tageszeitung "Washington Post" hatte zuvor unter Berufung auf hochrangige Regierungskreise berichtet, die US-Regierung sei zu dem Schluss gekommen, der Reformpolitiker Khatami und seine Anhänger in der iranischen Führung seien "zu schwach, zu ineffektiv" und kämen ihren Versprechungen nicht ernsthaft nach. Die USA hätten fünf Jahre versucht, mit Khatami zusammenzuarbeiten, nun wolle man aber versuchen, Bürgerrechtler im Iran direkt zu erreichen. In Regierungskreisen wurde deutlich gemacht, dass die Haltung der US-Regierung zum Iran in Änderung begriffen sei. "Unsere Aufmerksamkeit gilt mehr dem iranischen Volk", hieß es. Die Politiker des Landes sollten aufgefordert werden, den Wünschen des Volkes nach Freiheit und Demokratie nachzukommen. Die USA werfen dem Iran auch vor, den internationalen Terrorismus zu unterstützen. (APA/Reuters)