Das Wiener Modell der "sanften Wohnungssanierung" wurde von der UN-Organisation UNCHS (United Nations-Center for Human Settlement) als "vorbildliches Best-Practice-Modell" ausgezeichnet, sagte Wohbaustadtrat Werner Faymann (S) am Dienstag einer Pressekonferenz. Dabei bleiben die Mieter während der Renovierungsarbeiten in den Wohnungen. Ziel sei es, neben einer Steigerung der Lebensqualität mittels thermischer Verbesserungen auch den ökologischen Aspekt zu berücksichtigen."Objektive internationale Anerkennung Wie Faymann berichtete, zeichnet die UNCHS, die sich mit Fragen des Wohnens beschäftigt, alle zwei Jahre unter 600 Einreichungen die Beste aus. Heuer sei das Wiener Modell der sanften Sanierung als vorbildlich befunden worden, sagte der Stadtrat. Es habe "damit eine objektive internationale Anerkennung erfahren". Jährlich würden in Wien durchschnittlich mehr als 10.000 Wohnungen auf den neuesten Stand gebracht, betonte Faymann. Im Vorjahr sei diese Zahl sogar auf 15.000 gestiegen, dieses Niveau werde auch heuer gehalten. Sanierung und Neubau sichert rund 40.000 Arbeitsplätze Ziel sei es, nicht nur die Lebensqualität der Bewohner zu erhöhen. Die Altbauwohnungen würden durch Maßnahmen wie die thermische Sanierung auch umweltverträglicher gemacht, sagte Faymann. Nicht zuletzt schaffe die Sanierung wie der geförderte Neubau in Wien auch Arbeitsplätze. Beide Bereich zusammen würden die Beschäftigung von etwa 40.000 Arbeitnehmern aus dem Bau- und Baunebengewerbe sichern, so der Stadtrat. Die Stadt Wien gebe im Jahr 2002 Förderungen und Investitionen in der Höhe von 1,33 Milliarden Euro aus. (APA)