Moskau - Russland will am NATO-Erweiterungsgipfel in Prag nicht "auf politischer Ebene" teilnehmen. Moskau stehe der geplanten Erweiterung des Bündnisses "unverändert negativ" gegenüber, zitierte die Nachrichtenagentur Interfax-AWN am Dienstag einen Vertreter des Außenministeriums in Moskau. Möglich sei aber die Teilnahme von Experten an dem Treffen im November. Gleichzeitig betonte der Mitarbeiter im Außenministerium, dass sich die Beziehungen zur Verteidigungsallianz seit Gründung des NATO-Russland-Rates "positiv" entwickelten. Der Rat wurde im Mai gegründet. Durch ihn ist Russland gleichberechtigter Gesprächspartner der 19 NATO-Länder. Russland sieht vor allem die geplante Aufnahme der baltischen Staaten Lettland, Estland und Litauen mit Sorge, weil die NATO dann bis an die russische Grenze reichen würde. Der russische Präsident Wladimir Putin hatte jedoch versichert, dass er auch in einer solchen Erweiterung "keine Tragödie" sehe.(APA)