Washington - US-Flugzeuge haben nach einer Mitteilung des Zentralkommandos in Florida am Dienstag erneut Fernmelde-Einrichtungen in der südlichen irakischen Flugverbotszone angegriffen. Grund dafür seien jüngste "feindliche Aktionen" vom Boden während der routinemäßigen US-Kontrollflüge gewesen. In den vergangenen Jahren hat es in den beiden irakischen Flugverbotszonen Hunderte von Fällen gegeben, bei denen US-Jets und an den Patrouillen beteiligte britische Flugzeuge vom irakischen Radar erfasst oder beschossen worden waren. Die Bombardierung von Militäreinrichtungen im Gegenzug wird vor diesem Hintergrund von den USA als "Akt der Selbstverteidigung" bezeichnet. In jüngster Zeit haben die Vergeltungsschläge der Golf-Alliierten nach angeblichen feindseligen Akten des Iraks zugenommen, der die von den Alliierten zum Schutz der Minderheiten im Süden und Norden des Iraks eingerichteten Flugverbotszonen nicht anerkennt. Dies könnte in Zusammenhang gesehen werden mit der Warnung von US-Präsident George W. Bush, die USA würden alles tun, um den irakischen Präsidenten Saddam Hussein von der Macht zu vertreiben. Zuvor hatte Bush den Irak zusammen Nordkorea und dem Iran als die Achse des Bösen bezeichnet und erklärt, sie alle seien eine Gefahr für die Welt wegen der beabsichtigten Entwicklung von Massenvernichtungswaffen. (APA/dpa/Reuters)