Eine der gültigsten Aussagen zur alten Menschheitsfrage, für was eigentlich Hunde gut sind, wenn sie nicht auf Schafe aufpassen, Lawinen mit Schnaps versorgen oder in Hanoi als Bratripperln gereicht werden, gelangte jetzt bei MTV zur Ausstrahlung.Heavy-Metal-Gevatter Ozzy Osbourne, der sich gerade mit seiner Sippschaft in der Reality-Soap The Osbournes beim Leben zuschauen lässt, hat nämlich nicht nur mit einer dominanten Frau und missratenen Teenagern zu kämpfen. In seinem Neureichenbunker in Kalifornien tummeln sich auch vier, fünf, sechs kleine Wuffis, die von Gattin Sharon gesammelt werden. Nur zu einem Zweck: Die Hunde müssen Ozzy in den Wahnsinn treiben. Um es deutlich zu sagen, die Mistviecher scheißen und prischeln die Hütte voll, zerlegen die Möbel und kläffen unseren armen Helden in die allerschönsten Nervenzusammenbrüche, seit ein amerikanischer General einst angesichts einer Übermacht grimmig auf ihn losstürmender Irokesen die Worte "Fuck" und "Shit" erfand, um damit wesentliche Befindlichkeiten knapp und treffend zu beschreiben. Das hört sich dann ungefähr so an: "Die gottverdammten Scheißviecher scheißen ihre verfickte Scheiße schon wieder auf den mutterfickenden Teppich! Heilige Scheiße, ich bringe die verfickten Köter um! Ich bin ein Rockstar! Rockstars putzen keine Hundescheiße weg!" Die Antwort auf die Eingangsfrage muss also lauten: Hunde sind zu nichts gut. Aber sie sind sehr unterhaltend. (schach/DER STANDARD, Printausgabe, 24.7.2002)