Berlin - Der britische Architekt Lord Norman Foster und der in New York lebende Bildhauer Richard Serra sind in den Orden "Pour le merite" aufgenommen worden. Als drittes neues Mitglied wurde auf der jüngsten Jahrestagung des Ordens in Berlin der polnische Historiker und Politiker Bronislaw Geremek gewählt. Alle drei hätten ihre Wahl inzwischen angenommen, teilte das beim deutschen Kulturstaatsminister Julian Nida-Rümelin (SPD) angesiedelte Ordens-Sekretariat am Dienstag mit. Mit den Neuaufnahmen wuchs die Anzahl der Mitglieder auf 35 deutsche und 38 internationale Persönlichkeiten an. Der Orden geht auf den preußischen König Friedrich Wilhelm IV. zurück, der ihn 1842 als "Friedensklasse" für Verdienste um die Wissenschaften und Künste gründete. Der Bildhauer und "Stahlwerker" Serra ist vor allem seit seiner Teilnahme an den Kasseler documenta-Ausstellungen 1972 und 1977 in der europäischen Kunstszene ein Begriff. Er war in der Anfangsphase bei der Planung des Berliner Holocaust-Mahnmals Partner von Peter Eisenman. Gerek war Wegbegleiter Lech Walesas zu Zeiten der polnischen Solidarnosc-Bewegung und übernahm 1997 das Amt des Außenministers. Foster, einer der prominentesten Architekten des 20. Jahrhunderts, zeichnete unter anderem für den Umbau des Reichstagsgebäudes in Berlin verantwortlich. (APA/dpa)