Tel Aviv/Ramallah - Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben einen neuen Selbstmordanschlag in Israel durch die Festnahme des mutmaßlichen Attentäters vereitelt. Wie ein Sprecher am Dienstagabend mitteilte wurden mehrere Mitglieder der extremistischen Gruppe Islamischer Jihad in dem Dorf Ein Bidan bei Nablus im Norden des Westjordanlandes gefasst. Der mutmaßliche Täter plante den Angaben zufolge einen Bombenanschlag in Israel. Palästinensische Extremisten haben nach dem israelischen Raketenangriff vom Dienstagmorgen in Gaza eine Serie blutiger Anschläge gegen israelische Zivilisten angedroht. Nach übereinstimmenden israelischen und palästinensischen Berichten wollte die Palästinensische Autonomiebehörde mit den Gruppen Hamas, Jihad sowie den Al-Aksa-Brigaden am Mittwoch ein Abkommen schließen, wonach die Extremisten bis auf weiteres auf Anschläge verzichten wollten. Die Gruppen erklärten dieses Abkommen jedoch nach dem israelischen Raketenangriff mit insgesamt 15 Toten für hinfällig. Ziel der Attacke war der 48-jährige Chef des militärischen Hamas-Flügels, Salach Schehade, der bei dem Angriff zusammen mit seiner Frau und dreien seiner Kinder ums Leben kam. (APA/dpa)