Die Deutsche Telekom versteckt angeblich in ihrer Bilanz Verluste in zweistelliger Milliarden-Höhe. Analysten von Banken und Investmenthäusern sagten dem ARD-Wirtschaftsmagazin "plusminus", dass die noch mit rund 35 Milliarden Euro bilanzierte Telekom-Tochter "VoiceStream" in Wirklichkeit nicht einmal mehr die Hälfte wert sei. Der Börsenexperte Wolfgang Gerke von der Universität Erlangen/Nürnberg forderte die Telekom auf, "in der Halbjahresbilanz der Öffentlichkeit reinen Wein einzuschenken". Abschreiben Telekom-Analyst Frank Heise von Union Investment riet dem Unternehmen sogar, "VoiceStream" auf ein Drittel abzuschreiben. Dies würde einen Verlust von rund 20 Milliarden Euro bedeuten. Ein Sprecher der Telekom erklärte jedoch, dass es keine solche Abschreibung des US-Mobilfunkanbieters "VoiceStream" geben werde, da das Unternehmen sich aus Telekom-Sicht wie erwartet entwickele. Katastrophal Aktionärsschützer Klaus Nieding von der Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz nannte die Entscheidung, einen "maroden Verlustbringer" in der Bilanz nicht entsprechend auszuweisen, "aus Sicht der Aktionäre katastrophal". (APA)