Linz - Der Versuch, eine abgestürzte Pumpe aus einem 50 Meter tiefen Brunnenschacht zu holen, hat einem 45-jährigen Mann aus Senftenbach in Oberösterreich am Dienstagabend beinahe das Leben gekostet: In 20 Metern Tiefe drohte plötzlich das Sicherungsseil zu reißen - der 45-Jährige hing hilflos 30 Meter über dem Brunnenboden in der Luft. Ein Versuch von Nachbarn, dem Mann zu helfen, scheiterte, da ein möglicherweise rettender Strick um vier Meter zu kurz war. Einsatzkräfte der Feuerwehr konnten das "Brunnen-Opfer" schließlich unverletzt bergen. Mehr "schlecht als recht" Der 45-jährige sicherte sich vor dem "Berge-Versuch" der Pumpe mit einem Drahtseil, das aus mehreren Teilen mit Seilklemmen zusammengefügt war. Das andere Ende befestigte der Mann an einem Traktor. Der Abstieg in den 50 Meter-Schacht verlief noch ohne Probleme. Der 45-Jährige barg die "vermisste" Pumpe und gab seiner Freundin - die am Schachtrand wartete - ein Zeichen, mit dem Traktor loszufahren. Beim Hinaufziehen blieben allerdings die Seilklemmen am Brunnenrand hängen, eine löste sich, die andere hielt die beiden Teile mehr "schlecht als recht" - so ein Augenzeuge - zusammen. Nun begannen die bangen Minuten für den Mann: 30 Meter über dem Brunnenboden drohte er - an der glatten Wand festgekrallt - abzustürzen. Nachdem die Rettungsversuche der Nachbarn missglückten, schaffte es die Feuerwehr, den 45-Jährigen mit einem weiteren Seil zu bergen und unversehrt ans Tageslicht zu bringen. (APA)