London - Astronomen verfolgen mit gewisser Sorge den Kurs eines neu entdeckten Asteroiden. Nach ersten Berechnungen besteht ein gewisses Risiko, dass der zwei Kilometer große Himmelskörper am 1. Februar 2019 auf die Erde stürzt. Aber, so erklärte der Forscher Donald Yeomans vom NASA-Laboratorium in Kalifornien, die Berechnungen seien noch nicht abgeschlossen, und das Risiko sei "sehr gering". "Statistisch gesehen kollidiert ein Objekt dieser Größe nur alle paar Millionen Jahre mit der Erde", sagte Yeomans dem britischen Rundfunksender BBC. Sobald noch weitere Daten über den Asteroiden vorlägen, werde die Gefahr eines Zusammenstoßes verschwinden. Die berühmte Haaresbreite Der Himmelskörper wurde am 9. Juli von dem Lincoln-Zentrum für Erdnahe Asteroidenforschung in New Mexico entdeckt und erhielt die Bezeichnung 2002 NT7. Er umkreist die Sonne in 837 Tagen, und nach Vorhersage der NASA-Wissenschafter könnte seine Bahn die der Erde kreuzen. Im vergangenen Monat hat ein weitaus kleinerer Asteroid mit der Bezeichnung "2002 MN" die Erde nur um 120.000 Kilometer verfehlt. Das ist weniger als ein Drittel der Entfernung zum Mond und nach astronomischen Maßstäben gerade einmal eine Haaresbreite. Danach hatten Astronomen für die nähere und mittlere Zukunft Entwarnung in Sachen Asteroiden-Annäherungen gegeben. Die Wahrscheinlichkeit hat sich nun jedoch wieder erhöht. Wäre der fußballplatzgroße "2002 MN" in eine bewohnte Gegend eingeschlagen, hätte er nach Ansicht von Wissenschaftern die unmittelbare Zerstörungswirkung einer großen Atombombe gehabt. (APA/red)