Klagenfurt - Von all den Naturschätzen im Nationalpark Hohe Tauern sind die Blockgletscher wohl die verborgensten. Obwohl ein typischer Bestandteil der Hochgebirgswelt der Hohen Tauern, sind sie vom Bergwanderer auf den ersten Blick nur schwer zu erkennen. Am Sonntag wird der Blockgletscherweg Dösental eröffnet.Ströme aus Fels und Eis Blockgletscher sind Ströme aus Fels und Eis mit oft beeindruckender Mächtigkeit, die ähnlich einem "richtigen" Gletscher fließen. Sie sind enorme Wasserspeicher, können aber auch durch ihre große Massenbewegung in Gebieten mit technischer Infrastruktur (Skigebiete, Hochgebirgsstraßen) für beträchtliche Schwierigkeiten sorgen. Bis vor wenigen Jahren war fast nichts bekannt Über Blockgletscher war bis vor wenigen Jahren fast nichts bekannt. Dies änderte sich durch die Initiative des Nationalparks Hohe Tauern, welcher zwei verschiedene Forschergruppen (Universität Graz und Technische Universität Graz sowie Universität Innsbruck) bei ihren Forschungen in der Ankogel- und Schobergruppe unterstützt hat. Nun sind die Forschungsergebnisse für die Nationalparkbesucher aufbereitet worden und zwar in Form eines Blockgletscherlehrweges im Mallnitzer Dösental. Mitten in einer herrlichen Landschaft führt der Weg vorbei am Arthur von Schmid Haus zu einem der schönsten Blockgletscher der Alpen im Talschluss des Dösentales. Der Lehrweg wurde vom Kärntner Nationalparkfonds mit fachlicher Unterstützung des Institutes für Geographie an der Karl Franzens Universität Graz (Univ.-Prof. Dr. Gerhard Karl Lieb) errichtet. Der Lehrweg wird am kommenden Sonntag (28. Juli) um 11.00 Uhr beim Arthur von Schmid Haus feierlich eröffnet. Gleichzeitig wird der 90. Geburtstag dieses wunderschönen Schutzhauses der Sektion Graz des Österreichischen Alpenvereines gefeiert. (APA)