Eigentlich unglaublich,

dass man so ein Riesentrumm mit einem ganz normalen B-Führerschein pilotieren darf. Immerhin kann man damit 3,5 Tonnen, verteilt auf gut sechseinhalb Meter, spazieren führen, fast zwei Meter breit, mehr als zweieinhalb Meter hoch.

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Das Ladevolumen beträgt 13,4 Quadratmeter,

durch die senkrecht verlaufenden Seitenwände des Sprinter lässt sich der Platz auch optimal nutzen. Das heißt: zwei Betten, eine Couch, eine Küche und zig Kisten, die eine Bibliothek und eine Plattensammlung enthalten. Die Bilder müssen auch noch mit. Und in der zweiten Lieferung einen Kasten, eine Kommode, sieben Sessel ...

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... und das andere Klumpert.

Da ist der Raum dann schon recht luftig genutzt.

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Vorne drinnen ist man von hinten gut abgeschirmt,

man sieht nichts, hört nur etwas, wenn der Kistenturm einstürzt. Der Sprinter ist zwar auf das ganz Wesentliche konzentriert, vom Interieur her hat man aber den Eindruck, in einem kommoden Pkw zu sitzen - keine Spur vom vergilbten Charme alter Lieferwagen.

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Die Dimension wird einem nur bewusst,

wenn man einen Blick in den Rückspiegel wagt, in dem sich die ganze Länge des Anbaus abzeichnet.

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Vom Wendekreis her

- je nach Radstand 11,2 bis 14,3 Meter - kommt man mit dem Kastenwagen auch im innerstädtischen Gasslwerk gut zurecht. Ärger gibt es nur mit Parkplätzen, sechseinhalb Meter sind am Stück nur selten frei. Im zweiten Bezirk ergab sich ein Glücksfall, beim Zielort im Neunten das Gegenteil davon:

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Kein Parkplatz,

dazu auch noch eine Furie von Polizeibeamtin, die den Sprinter in zweiter Spur nicht dulden wollte. "Weil stellen Sie sich vor, Sie kommen mit Ihrem Privatauto und müssen dann so einen Kreis machen ..." Da sind uns klare Anweisungen statt mühsamer Diskussionen noch lieber, und so waren wir schon weg.

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Der Sprinter ist ein echtes Arbeitstier,

Mittel zum Zweck, Mittel zum Weg. Den Mercedes gibt es in allen Variationen, mit drei verschiedenen Radständen, als Kasten-, Kombi- oder Pritschenwagen, als Kipper oder bloßes Fahrgestell, auf dem sich individuelle Aufbauten anbringen lassen. Die Motorisierung ist modern, es gibt neue CDI-Triebwerke mit bis zu 165 PS.

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Einen guten Überblick

über die Nutzfahrzeugpalette von Mercedes erhält man etwa bei der Georg Pappas Automobil AG in Wiener Neudorf. Die Auswahl an Fahrzeugen ist mehr als ausreichend, allein der Mobilitätsfuhrpark umfasst 60 Transporter. Letztendlich sind Privatkunden hier aber die Ausnahme. Der Sprinter ist eben ein Arbeitstier, kein Fortbewegungsmittel. (Michael Völker, AUTOMOBIL, 25.7.2002)

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Mercedes-Benz Österreich

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