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Irans früherer Präsident Ali Akbar Hashemi Rafsandjani

Foto: Muzammil Pasha REUTERS
Teheran - Irans früherer Präsident Ali Akbar Hashemi Rafsandjani hat den USA vorgeworfen, die Islamische Republik zu Fall bringen zu wollen. Um dies zu erreichen, setzten die USA auf Kräfte innerhalb des Irans, sagte Rafsandjani am Mittwoch. Am Vortag war aus US-Regierungskreisen verlautet, die USA hätten ihre Haltung gegenüber dem Iran verändert. Die USA würden sich künftig mehr an das iranische Volk wenden, um Reformen zu erreichen. An die iranische Regierung werde appelliert, den Wünschen des Volks nach Freiheit und Demokratie nachzukommen, hieß es weiter. Rafsandjani, einer der wichtigsten Berater des geistlichen Oberhaupts im Iran, Ajatollah Ali Khamenei, warnte die iranische Bevölkerung, sich gegen die Werte zu stellen, auf denen die Islamische Republik errichtet sei. "Diejenigen, die denken, sie könnten dem System, der Revolution, den Märtyrern, den Werten des Islams und des Korans den Rücken zukehren und dabei auf Hilfe des Weißen Hauses hoffen, machen einen schwerwiegenden Fehler", sagte Rafsandjani der Nachrichtenagentur IRNA. In der US-Regierung mehren sich die Zweifel, ob der als gemäßigt geltende iranische Präsident Mohammed Khatami im Iran politische und wirtschaftliche Reformen durchsetzen kann. Khatami wurde bei den Wahlen im vergangenen Jahr zwar mit deutlicher Mehrheit bestätigt, auch im Teheraner Parlament verfügen die Reformer über eine Mehrheit. Gleichwohl konnte Khatami seine Politik nicht gegen die religiös-konservativen Kräfte durchsetzen, die den Verfassungsrat und die Justiz beherrschen. (APA/Reuters)