Erstaunlich schnell in Fahrt gekommen ist das Fluc am Wiener Praterstern. Programmtechnisch wirkt man zwar wie das "Landesstudio Leopoldstadt" des Rhiz, aber angesichts der Güte der dargebotenen Musik, sollte damit niemand ein Problem haben. Diesen Samstag erlebt man im Fluc eine Geschichtsstunde in Sachen elektronischer Musik und kehrt vielleicht mit der Erkenntnis nach Hause, dass synthetisch generiertes Piepsen nicht nur aus neumodernen Laptops stammen muss. Der für kurze Zeit zum Duo geschrumpfte Musikkreis MS 20 fummelt seit Jahren an archaischen Analog-Synthesizern der Marke Korg, zwitschert via Vocoder ein paar unverständliche Sätze ins Mikrofon und tönt dabei um einiges legerer als so mancher Elektro-Jungspund mit Pfeffer in der Hängehose. Nach den Musikkreislern Wolfgang Kopper und Hans Holler gibt es DJ-Kultur von der aus dem Wirr bekannten Ladyshave-Truppe: P.K. One, Dunja und DJoint werden mit House und Techno loslegen. (lux/ DER STANDARD, Printausgabe, 25.7.2002)