In der dritten Runde der T-Mobile Bundesliga wurde die Austria erstmals ihren Vorschusslorbeeren gerecht. Die Wiener fertigten am Mittwoch den vor Meisterschaftsstart hoch gehandelten und bisher so enttäuschenden GAK dank einer starken ersten Hälfte mit 3:0 (3:0) ab. Auch wenn die Grazer nach der gelb-roten Karte für Hartmann (Foul an Gilewicz) ab der 19. Minute mit zehn Mann auskommen mussten und der Elfer, der durch Janocko in der 15. Minute zum 1:0 führte, etwas umstritten war, der alles in allem starken Vorstellung des 21-fachen Meisters tat dies keinen Abbruch.GAK schwach Der GAK, immerhin regierender Pokal- und souveräner Supercup-Sieger, hat in drei Runden erst einen einzigen Zähler erobert. Die Grazer "bestätigten" an diesem frühen Abend ihre derzeit mäßige Verfassung. Sie vermochten das Austria-Tor nur selten zu gefährden. So waren bestenfalls drei eher harmlose Schüsse von Torschützenkönig Ronnie Brunmayr vor der Pause (16./32./43.) zu erwähnen, dem der wenigstens in manchen Szenen überzeugende Bazina einen knappen Fehlschuss nach Seitenwechsel (61.) folgen ließ. Immer wieder Linz Ganz anders zumindest vor der Pause die Gastgeber, die von Beginn an ambitioniert und recht schwungvoll zur Sache gingen. Die Tore mussten fast logisch folgen. Nach dem Elferfoul (es war eher ein Zusammenstoß) von Ehmann an Linz verwandelte Janocko den dafür verhängten Penalty sicher zum 1:0 (15.). Zwei Minuten nach der Dezimierung der Rotjacken erzielte Gilewicz nach idealer Vorarbeit von Linz allein vor Almer souverän mit seinem zweiten Saisontor das 2:0 (21.). Roland Linz, der zum ersten Mal in dieser Saison von Beginn an mitmachen durfte, war auch beim 3:0 beteiligt, was wohl besonders den zuschauenden Teamchef Hans Krankl freute. Der Jung-Teamstürmer leitete einen Pass von Panis mit der Ferse zu Janocko weiter, der Almer aus kurzer Distanz bezwang (40.). Austria zurückhaltend Nach Seitenwechsel verflachte die Partie. Die Austria kontrollierte zwar die Partie, Chancen waren aber Mangelware. Scharner tankte sich in der 46. Minute durch, sein guter Schuss landete jedoch bei Almer. In der Folge mussten sich die Gastgeber, die von ihren Fans mit "Wellen und Tänzen" gefeiert wurden, mit bestenfalls halben Möglichkeiten begnügen. Aber immerhin: Nach einem einzigen Punkt in den jüngsten sieben Duellen mit dem GAK durften sie sich immerhin über den ersten Sieg seit dem 5. Juli 2000 freuen, der mit 4:0 ebenfalls deutlich ausgefallen war. (APA)
  • Austria Wien - Grazer AK 3:0 (3:0)
    Horr-Stadion, 8.600, Drabek

    Torfolge:
    1:0 (15.) Janocko (Foulelfer)
    2:0 (21.) Gilewicz
    3:0 (40.) Janocko

    Austria: Mandl - Dospel, Ratajczyk, Dheedene - Janocko, Scharner, Hasek (77. Ledwon), M. Wagner, Panis (46. Hopfer) - Gilewicz (66. Mayrleb), Linz

    GAK: Almer - Ehmann (70. Pötscher), Tokic, Hartmann - Ramusch, Ceh, Aufhauser, Bazina, Dmitrovic (25. Hastings) - Kusi-Asare (46. Amerhauser), Brunmayr

    Gelb-Rot: Hartmann (19./wiederholtes Foulspiel)

    Gelbe Karte: Scharner