Zentral- und Osteuropa bleibt für EDV-Dienstleister wie das Wiener Unternehmen S & T eine auf Wachstum abonierte Region. Der Nachholbedarf bei der Implementierung von Informationstechnologien sei enorm; die Wirtschaftsflaute in Westeuropa und anderen Teilen der Welt habe sich bisher nicht negativ auf den Auftragseingang in dieser Region ausgewirkt, sagte S-&-T-Finanzvorstand Martin Bergler dem STANDARD.In den ersten sechs Monaten dieses Jahres steigerte das an der Nasdaq Europe und an der Osteuropabörse Newex in Wien notierte Unternehmen sein operatives Ergebnis (Ebit) von rund 224.000 Euro auf 1,05 Mio. Euro. Der Gesamtumsatz erhöhte sich im Vergleich zur Vorjahresperiode um zehn Prozent auf 72,45 Mio. Euro. Besonders dynamisch war nach Angaben von Bergler das zweite Quartal 2002 mit einem Umsatzplus von 17 Prozent auf 38,90 (nach 33,63) Mio. Euro. Das Ebit drehte von minus 817.000 Euro auf plus 435.000 Euro. Auf Basis dieser Zahlen bestätigte Bergler am Mittwoch das für heuer geplante Ebit-Ziel von fünf bis sieben Mio. Euro - nach vier Mio. Euro im Vorjahr. Der Umsatz sollte sich auf 170 bis 200 Millionen Euro erhöhen (2001: 163 Millionen Euro). Ursprünglich als verlängerter Arm von Hewlett Packard gestartet und hauptsächlich mit Hardwareverkauf betraut, hat sich S & T zu einem auf Service ausgerichteten Systemintegrator entwickelt. In der Türkei hat S & T Ende Juni das ebenfalls auf Systemintegration spezialisierte Unternehmen Protek gekauft, das in Istanbul und Ankara zusammen 100 Mitarbeiter beschäftigt. "Damit haben wir erstmals einen Fuß im türkischen Markt", sagte Bergler. Außerdem wurde in Belgrad ein kleines Team zur Systementwicklung übernommen. S & T beschäftigte zuletzt 855 Mitarbeiter, davon 16 in der Zentrale in Wien. (stro. DER STANDARD Printausgabe)