Salzburg - Nicht nur das Bühnenwerkl bei den Salzburger Festspielen ächzt, auch das technische Personal. Schließlich gibt es zum Auftakt der Ära Ruzicka fast nur Neuproduktionen. Dementsprechend viele Überstunden mussten geleistet werden. Gerbert Schwaighofer, der kaufmännische Direktor, dachte daher laut über eine Kündigung des seiner Meinung nach zu kostspieligen Kollektivvertrags nach, was zu einer Krise zwischen Festspielleitung und Belegschaft führte. Man einigte sich nun, die Verhandlungen über den Kollektivvertrag auf den Herbst zu verschieben, um den reibungslosen Ablauf der Festspielsaison nicht zu gefährden. Klargestellt wurde, dass keinesfalls an eine Kündigung des Vertrags gedacht werde. Unangetastet bleiben soll auch die finanziell attraktive 24-Stunden-Verfügbarkeitspauschale, die den Festspielen gestattet, Mitarbeiter zu jeder Tages- und Nachtzeit einzusetzen. (trenk / DER STANDARD, Printausgabe, 26.7.2002)