Wien - Der Vizegeneraldirektor der Pensionsversicherungsanstalt (PVA) Reinhart Gaugg hat auch Anspruch auf eine Politikerpension. Der 49-jährige FPÖ-Abgeordnete hat nach einem Bescheid des Magistrats von Klagenfurt ab seinem 55. Lebensjahr "Anspruch auf einen Ruhegenuss" als Klagenfurter Vizebürgermeister. Laut Auskunft der Rechtsabteilung der Kärntner Landesregierung beträgt die Höhe der Pension 50 Prozent des Letztbezuges, das sind 4.680 Euro monatlich, berichtet das Nachrichtenmagazin "Format" laut Vorabmeldung in seiner am Freitag erscheinenden Ausgabe. Am 18. April 1997 - dem Tag seines Ausscheidens aus der Funktion des Klagenfurter Vizebürgermeisters - habe Gaugg den Antrag auf Anrechnung von Dienstzeiten als Landtagsabgeordneter und Gemeinderat für seine Vizebürgermeisterpension eingereicht. Bereits fünf Tage später habe er den positiven Bescheid erhalten. Nur acht Tage früher hätte Gaugg die für einen Pensionsanspruch benötigten Dienstjahre als Vizebürgermeister noch knapp verfehlt. Wäre Gaugg also bereits bei seinem Wechsel in den Nationalrat am 20. März 1997 von seinem Klagenfurter Vizebürgermeisterposten zurückgetreten, wäre sein Pensionsanspruch verfallen, berichtet das "Format". Eine Einschränkung gibt es dabei allerdings. Sein PVA-Salär und die Pension zusammen dürfen laut Bezügegesetz 11.870 Euro im Monat nicht übersteigen. Sollte Gaugg also einen gut dotierten Sondervertrag in der PVA bekommen, werde ihm zumindest ein Teil seiner Polit-Pension abgezogen. (APA)