Wien - Über mögliche Gesundheitsgefahren von Elektrosmog streiten sich Experten. Tatsache ist, dass sich "elektrosensible" Menschen durch Strahlenbelastung in ihrem Wohlbefinden beeinträchtigt fühlen. In jedem Haushalt finden sich zahlreiche Verursacher, von der Lampe über Radio und TV bis zu Küchengeräten. Abhilfe schaffen die "drei A": Abschirmen, Abschalten, Abstandhalten. Das Verbraucherschutzmagazin "Konsument" gibt Tipps gegen Elektrosmog.Schlafstörungen oder Kopfschmerzen Niederfrequente elektrische Felder (im 50-Hertz-Bereich unseres Stromnetzes) haben das geringste Gefahrenpotenzial. Sensiblen Menschen können sie aber Schlafstörungen oder Kopfschmerzen bereiten. Vor allem nachts sollte man daher "den Stecker ziehen": Auf die meisten elektrischen Geräte kann man in der Nacht im Schlafzimmer verzichten und sie vom Netz trennen. Elektrische Felder bleiben nämlich auch dann bestehen, wenn kein Strom fließt. Magnetische Felder entstehen nur, so lange Strom fließt Magnetische Felder entstehen hingegen nur, so lange Strom fließt. Stark sind sie bei allen Arten von Transformatoren; mit dem Ausschalten des Geräts verschwinden sie. Eine Abschirmung ist kaum möglich, weil Magnetfelder die meisten Materialien fast ungehindert durchdringen. Mit wachsendem Abstand zur Quelle nimmt die Stärke ab. Kurz benutzen Diese niederfrequenten Magnetfelder sind bei vielen Haushaltsgeräten im Spiel: bei TV- und Hi-Fi-Anlagen, Niedervoltlampen, Radioweckern, Ladegeräten und Kinderspielzeug sowie bei allen Maschinen mit hohem Stromverbrauch, vom Föhn über die Waschmaschine bis zur Heizdecke. Sinnvollste Maßnahme laut "Konsument": Abstand halten bzw. nur so kurz wie möglich benutzen. Im hochfrequenten Bereich (z.B. Mobilfunk, Mikrowelle) entstehen elektromagnetische Felder (EMF), elektrische und magnetische Felder sind dabei untrennbar verbunden. Die Stärke bleibt über große Entfernungen konstant. Kommt der Einfluss von außen, können die Felder durch geerdete Metallfolien oder -netze abgeschirmt werden. In den eigenen vier Wänden hilft wiederum - Ausschalten des betreffenden Geräts. Handy verursachen Felder Hochfrequente EMF werden laut "Konsument" beispielsweise durch Radio- oder Fernsehsender erzeugt, nicht oder kaum durch die Empfangsgeräte, also das Radio- oder TV-Gerät daheim. Handy und Schnurlostelefon sind hingegen auch Sendegeräte und verursachen Felder, während Pager, Satellitenschüsseln oder Funkuhren reine Empfangsgeräte sind. Ein typischer Verursacher von EM-Feldern im Haushalt ist die Mikrowelle. Moderne Geräte sind üblicherweise gut abgedichtet, bei älteren kann es im Betrieb zu starker Leckstrahlung kommen. Die Verbraucherschützer raten: einen Meter Abstand halten. Radiowecker sollte mindestens einen Meter vom Kopf des Schlafenden entfernt sein Vor allem im Schlafzimmer sollten sich sensible Menschen schützen: Der Radiowecker sollte mindestens einen Meter vom Kopf des Schlafenden entfernt sein; besser wären batteriebetriebene oder mechanische Geräte. Bettgestelle aus Metall oder Federkernmatratzen können laut "Konsument" an elektrische Felder ankoppeln und deren Wirkung verstärken. Bei der Nachttischlampe sollte man Glühbirnen den Vorzug geben. Tipps für das Kinderzimmer Das Babyfon mit einem Abstand von indestens zwei Metern zum schlafenden Kind aufstellen; auch strahlungsarme PC-Monitore besser ausschalten. Ein batteriebetriebenes Auto erzeugt nur ein schwaches Feld, stärkere Belastungen gehen vom Trafo einer Modelleisenbahn oder Rennbahn aus - sicherheitshalber den Stecker ziehen. Kühl- und Gefriergeräte müssen immer angeschlossen bleiben. Sie dürften daher nicht an einer Zwischenwand zum Schlaf- oder Kinderzimmer aufgestellt werden. Zum TV-Gerät im Wohnzimmer sollte ein Abstand von mindestens zwei Metern nach allen Seiten eingehalten werden, rät der "Konsment". Nach dem Fernsehen lüften, um die ionisierte Luft auszutauschen. (APA)